Tourenplanung
Herbsttouren planen: kürzere Tage, kühlere Nächte
Der Herbst ist für viele die schönste Zeit zum Wandern: Die Hitze ist vorbei, die Wege sind leerer, und die Wälder färben sich. Zwei Dinge ändern sich aber, und beide gehören in die Planung.
Das Licht reicht kürzer
Ende Oktober geht die Sonne in Deutschland gegen halb fünf unter, unter Bäumen wird es noch früher dunkel. Plane deshalb so, dass du eine Stunde vor Sonnenuntergang am Ziel bist. Rechne für die Strecke lieber mit drei als mit vier Kilometern pro Stunde, weil nasses Laub und Wurzeln bremsen.
Eine Stirnlampe gehört ab September immer in den Rucksack, auch auf kurzen Touren. Eine einfache Stirnlampe mit Rotlicht reicht für den Rückweg und blendet niemanden.
Die Nächte werden kalt
Tagsüber sind 15 Grad angenehm, nachts kann es auf dem Boden schon frieren. Wer im Herbst zeltet, braucht einen Schlafsack mit einer Komforttemperatur um 5 Grad und eine Isomatte, die gegen den Boden isoliert. Ein Kunstfaserschlafsack ist dafür eine gute Wahl, weil er auch bei feuchter Luft warm hält.
Schichten statt einer dicken Jacke
Beim Aufstieg schwitzt du, in der Pause frierst du. Mehrere dünne Lagen lassen sich an- und ausziehen: ein Funktionsshirt, eine Fleecejacke und eine Regenjacke. Für die Schichten, die gerade nicht getragen werden, braucht es Platz; ein Wanderrucksack mit 35 Litern ist im Herbst oft die bessere Wahl als der kleine Tagesrucksack.
Kurz vor dem Start
Prüfe am Abend vorher das Wetter für die Höhenlage, nicht nur für den Ort im Tal. Sag jemandem, welche Strecke du gehst und wann du zurück sein willst. Und nimm etwas Warmes zu trinken mit: Eine Thermosflasche mit Tee hebt in der Pause die Laune mehr als jede Ausrüstung.